St. Wolfganger und Seeoner Schützen untermauern ihre Freundschaft
beim Patenbitten für das Fest zum 100. Jubiläum
Seeon. Dass Freundschaft unter den beiden Vereinen großgeschrieben wird, konnte man schon beim Einzug der Schützengesellschaft St, Wolfgang spüren. Begleitet von der Altenmarkter Blasmusik fand im Gasthaus Alter Wirt das Patenbitten zum 100-jährigen Gründungsfest statt. Auf die Frage zu Beginn von den Seeoner Schützenmeistern Rudi Kaltner jun. und Fabian Wolfertstetter an die Anwesenden was den der Zweck ihres heutigen Besuches sei und ob es in ihnen in Rabenden nicht mehr gefällt, kamen zuerst die skurrilsten Antworten. So meinte der St. Wolfganger Schützenmeister Bernhard Hausperger.: Wir wollten mal sehen, ob euer Maibaum schon gerade geworden ist.“ Nach einigem Hin und Her wurde er dann doch ernst und meinte: Wir brauchen für unser Fest einen Paten und wir haben auch schon einmal etwas mitgebracht.
Sogleich wurde auf der Bühne das Fass von der Brauerei Baumburg durch Altenmarkts Bürgermeister Stephan Bierschneider, Bräu Dominik Tapper, Maxi Schneider, sowie den Schützenmeistern angezapft. „Ja, der Anfang ist schon mal nicht schlecht“, meinten die beiden Seeoner Schützen, aber da geht noch mehr.
Als nächstes musste Hausperger eine Schnapsprobe absolvieren und dabei erkennen, welcher der Ouzo ist, was schlussendlich gelang. Mit viel Applaus wurden dann die „Scheitl“ in den Saal gebracht. Jetzt wurde es hart, Bernhard Hausperger, Johannes Müller, Tobias Schweikl, Festleiter Josef Bernauer jun., Patenbraut Regina Müller und Bürgermeister Stefan Bierschneider mussten Schutzanzüge anlegen und wurden streng kontrolliert, ob die Knie nicht etwa mit Schonern oder BH-Cups geschützt waren.
Dann wurde die Vorspeise serviert. Eine kalte Tomatensuppe mit einem Hauch von Wasabi und Mango-Stücken. Leider meinte Bürgermeister Bierschneider bei dem Anblick, dass er am Abend nicht mehr so viel essen dürfe und sagte: „Ich werde dafür für das Fest Getränke spenden.“ Sogleich ging man in die Verhandlungen. Mit Erfolg, 50 Liter Bier, Aperol für die Damen und alkoholfreie Getränke für die Jugendlichen. Seine Rolle übernahm dann Dominik Schreier.
Die Patenbraut packte tatsächlich einen kleinen Hobel aus, mit der Hoffnung die Kante etwas abzuschleifen, was natürlich sofort von den Seeonern verboten wurde. Unter strenger Aufsicht, wurde die Suppe im Knien eingenommen. Kaltner und Wolfertstetter erkundigten sich, wie es nun mit den Konditionen ausschaut. Leider waren die Antworten nicht befriedigend.
Weiter ging es mit einer Dartrunde. Hier waren in Luftballons Zettel mit besonderen Getränken enthalten. Ein besonderer Höhepunkt war die Hauptspeise. Für grandiose Stimmung im Saal sorgte Pizzabäcker Roberto aus Italien, er lieferte persönlich sechs verschiedene, auf jeden, abgestimmte Pizzen, Während diese mit verhaltener Begeisterung verspeist wurden, waren die beiden Braumeister gefragt. Auf einem Bobbycar musste einer blind unter der der Anweisung des Anderen einen Parcours fahren. Pro Minute wurden sieben Liter Bier ausgemacht. Da Maxi so schnell war, rundete Tapper auf 50 Liter auf.
Vor der Nachspeise verhandelte man nochmal. Leider ohne Erfolg und so wurde eine besondere Schichttorte serviert. Dazwischen bekamen die Seeoner von den St. Wolfganger Schützen ein Notfallset mit allerlei Nützlichem für das zweiwöchige Fest überreicht. Nach dem Genuss der Torte hatten die St. Wolfganger dann doch ein Einsehen und konnten mit 100 Liter Bier und 50 Essen unter Beifall die Seeoner überzeugen und zur Freude von Rudi Kaltner jun. und Fabian Wolfertstetter wurde die Patenschaft besiegelt. Bernhard Hausperger betonte: „Wir freuen uns, etwas vom letzten Jahr retour geben zu können, Ihr hattet einen starken Auftritt, ein tolles Fest. Ich bin noch ganz überwältigt von den Speisen heute und es ist bärig, dass so viele Rabender gekommen sind und uns unterstützt haben.“ Auf ein schönes Fest als Patenverein freuen sich auch nun auch die Seeoner Schützen. Die Rabender Festwochen beginnen mit dem Bieranstich am 7. Mai.
Bericht: Manuela Kral
